Die 7. Klassen der privaten Realschulen Marktbreit erkunden die Rhön und ihre Attraktionen
Schulen sind weitaus mehr als Stätten bloßer Wissensvermittlung, hier werden Charakter und Persönlichkeit gebildet, aber auch soziales Verhalten im Umgang miteinander. Dies passiert tagtäglich in den Klassenzimmern, vor allem aber auch bei außerschulischen Aktivitäten wie bei den regelmäßigen Fahrten der verschiedenen Klassenstufen ins Schullandheim.
Ziel der mehrtägigen Klassenfahrt der 7. Klassen der Realschulen Marktbreit im April 2026 war das Schullandheim Bauersberg, das mitten im UNESCO Biosphärenreservat Rhön liegt. Einen ersten Höhepunkt zu Beginn der Fahrt stellte die Allwetterrodelbahn Rhönbob dar. Mit großer Begeisterung rasten die Schülerinnen und Schüler die etwas mehr als einen Kilometer lange Strecke vom Berg ins Tal. Im Schullandheim Bauersberg angekommen mussten dann erst einmal die Betten selbst bezogen werden, ehe draußen Fußball oder Faustball gespielt werden konnte. Am nächsten Tag stand zunächst eine Wanderung zur Teufelsmühle im Schwarzbachtal und zum idyllisch gelegenen Rothsee auf dem Programm. Unter professioneller Anleitung wurden dann am Nachmittag verschiedene Aktivitäten zum Teambuilding durchgeführt.
Eindeutiger Höhepunkt des Ausflugs war am letzten Tag der Besuch des Erlebnisbergwerks Merkers in Thüringen. Hier wurde fast hundert Jahre lang das weiße Gold abgebaut, also Salze und vor allem Kali. Zunächst brachte ein Aufzug die Schüler in Sekundenschnelle in eine Tiefe von etwa 500 Metern. Dann begann auf zwei Lastwagen eine atemberaubende Tour durch das Bergwerk. Stationen waren das Museum zur Bergbaugeschichte, das frühere Salzlager, das heute als Eventlocation dient, der historische Goldraum, in dem die Nationalsozialisten am Ende des Zweiten Weltkrieges u. a. Reichsmarkbestände, ca. 230 Tonnen Gold und zahlreiche Kunstgegenstände eingelagert hatten, und schließlich die weltweit einzigartige Salzkristallgrotte in 800 Metern Tiefe, die erst 1980 entdeckt worden war. Die Fahrt unter Tage auf den beiden Lastwagen erfolgte zum Vergnügen der Schüler in einem „Höllentempo“ – ähnlich wie in einer Achterbahn auf dem Jahrmarkt. Das Erlebnisbergwerk hinterließ großen Eindruck bei allen Siebtklässlern, die nach diesem Ausflug als Gruppe noch enger zusammengewachsen sind.

